1. Uznach macht bei Regionaler Informations- und Beratungsstelle Alter mit

Gemäss aktueller Statistik verdoppelt sich die Altersbevölkerung in der Region Zürichsee-Linth (RZL) im Segment der über 80-Jährigen in den kommenden rund 25 Jahren von heute 4’275 (Stand 2024) auf rund 10’300.

Der Bericht «Integrierte Versorgung im Alter» der RZL zeigt auf, wie die Region die Herausforderungen des demografischen Wandels koordiniert und effizient angehen will. Zu den Massnahmen gehört u.a. der Aufbau einer Regionalen Informations- und Beratungsstelle Alter (RIBA). Ältere Menschen und ihre Angehörigen stehen häufig vor einer Vielzahl an Herausforderungen in finanzieller, gesundheitlicher oder sozialer Hinsicht. Nicht alle sind in der Lage, diese eigenständig zu bewältigen, oder können nicht auf die Unterstützung durch Angehörige zurückgreifen. Sie benötigen deshalb oft Beratung und – wo nötig – auch aktive Hilfe bei der Organisation und Inanspruchnahme von Unterstützungsleistungen.

Mit der RIBA wird das Ziel verfolgt, dass alle Einwohner/innen der RZL frühzeitig und bedarfsgerecht informiert und beraten sind. Das erleichtert es ihnen, möglichst lange in ihrem angestammten Zuhause mit einer hohen Lebensqualität sowie passenden Angeboten und Dienstleistungen leben zu können. Damit sollen unnötige Heim- und Spitaleintritte vermieden werden (Heimentlastung).

Fünf Institutionen wurden zur Offertstellung eingeladen, drei Offerten gingen ein. Der Auftrag, die RIBA aufzubauen und zu betreiben, wurde schliesslich der Spitex Linth erteilt. Die RIBA wird frühestens Mitte 2026 den Betrieb beim geplanten Spitex-Standort beim Spital Linth in Uznach aufnehmen, und zwar für einen Versuchsbetrieb von vier Jahren. Die Kosten werden solidarisch von den beteiligten Gemeinden getragen und mit Fr. 4.90 pro Einwohner/in und Jahr veranschlagt.

Der Gemeinderat stimmt dem Aufbau der RIBA als unabhängige, regionale und gemeindeübergreifende Informations- und Beratungsstelle zu. Die dafür notwendigen Gelder sind durch die Bevölkerung an der Budgetversammlung vom Dezember 2025 gesprochen worden.

2. Grünliberale Partei Uznach erhält Vereinsbeitrag

An der Bürgerversammlung vom 04.12.2023 hat die SP Uznach den Antrag gestellt, die Ortsparteien finanziell zu unterstützen. Die Parteien sind aufgerufen worden, ein diesbzgl. Beitragsgesuch zuhanden des Gemeinderats zu stellen. Diesem Aufruf ist die Ortspartei Grünliberale Partei Uznach gefolgt.

Das Schweizer Gemeinwesen baut auf dem Milizsystem auf. Dieses schafft es immer wieder, geeignete Leute in die Gemeindeführung einzubinden, die zum Wohl der Gemeinschaft der Gemeinde voransteht und diese in die Zukunft führt. Wie diese aussehen soll und wird, hängt stark von der politischen Meinungsbildung ab. Ohne politische Mitwirkung, ohne politische Diskussionen und Mitarbeit ist es schwierig, eine Gemeinde konsensual in die Zukunft zu führen. Vor diesem Hintergrund sind die Ortsparteien von grossem gesellschaftlichem Nutzen und Wert.

Der Gemeinderat will einen jährlichen Beitrag von einer spür- oder messbaren Wirkung abhängig machen. Nur so kann verhindert werden, dass Steuergelder an Interessensvertretungen gelangen, die gesellschaftlich passiv sind, resp. keinen nennenswerten Beitrag leisten. Da nicht jede Ortspartei im Gemeinderat, in der GPK oder in anderen verantwortungsreichen Gremien der öffentlichen Hand sitzen kann, sind andere Kriterien zu finden, die die politische Wirkung und Bedeutung für die Gesellschaft fassbar machen.

Jährliche Beiträge von Fr. 500 sollen vor diesem Hintergrund nur an politische Vereine entrichtet werden, die im Kantonsrat Fraktionsstärke aufweisen und in Uznach eine Ortspartei mit eigenem Vorstand und Mitgliederstamm führen. Das trifft auf die Grünliberale Partei Uznach zu. Der Grünliberalen Uznach wird deshalb im Einklang mit den Richtlinien des Gemeinderats zur Ausrichtung von Vereinsbeiträgen ein jährlicher Beitrag von Fr. 500 gesprochen, erstmals im Jahr 2026.

3. Neurekrutierung Rektorat läuft

Felix Rüegg hat nach rund fünf Jahren als Rektor der Schule Uznach per Ende Juli 2026 gekündigt. Der Gemeinderat hat nun eine Findungskommission bestellt, in der nebst dem Gemeindepräsidenten die beiden Vizepräsidenten, eine Delegierte der Schulleitung und der Personaldienst Einsitz nehmen.

Aufgrund von Referenzen der umliegenden Gemeinden ist der Inoversum Personalmanagement AG, Uster, der Auftrag erteilt worden, zusammen mit der Findungskommission den Rekrutierungsprozess durchzuführen. Dazu werden u.a. das Anforderungsprofil über-arbeitet, der Stellenmarkt bearbeitet, die Bewerbungen vorselektioniert, Hearings durchgeführt, Referenzen geprüft und – je nach Bedarf – Assessments durchgeführt. Dies alles soll dazu führen, dass der Gemeinderat baldmöglichst eine geeignete Nachfolge für den scheidenden Rektor anstellen kann.

Personalwechsel lösen meistens Fragen und Unsicherheiten aus. Der Gemeindepräsident wird daher bis auf weiteres an den Schulleitungskonferenzen teilnehmen und Ansprechpartner sein, wenn seitens Schulleitenden oder Lehrpersonen Fragen zeitnah beantwortet werden wollen.